Body in Balance Gesund abnehmen Angebot Kontakt Rauchen und Ernährung Ernährung in den Wechseljahren Ernährung in der Schwangerschaft Kinder- und Jugendernährung Seniorenernährung Sportlerernährung Monatstipps Monatsrezepte
Startseite Monatstipps Heidelbeere

Monatstipps


Süsskartoffel Pastinake Banane Zimt Mandarine Apfel Kohlrabi Heidelbeere Johannisbeeren Tomaten Spinat Kartoffel Kiwi Tofu Rotkohl Kaki Trockenobst Birne Bohnen Brombeere Kirsche



Sommerzeit ist Heidelbeerezeit

Herkunft
Obwohl die Heidelbeere wahrscheinlich schon früher gesammelt wurde stammt ihre erstmalige nachweisliche Erwähnung - als Heilpflanze - aus dem Mittelalter. Von den Indianern Nordamerikas wurden aus getrockneten Heidelbeeren eine Art nahrhafter und wohlschmeckender Früchteriegel hergestellt.

Heute kommen Heidelbeeren in Mittel- und Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika in Wäldern mit saurem, torfigem Boden häufig vor; nicht oder nur seltener anzutreffen ist sie auf kalkhaltigen Böden. Besonders in Nordamerika ist das Heidelbeersammeln eine sehr bekannte und beliebte Tätigkeit.

Wissenswertes
Die zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) gehörende Heidelbeere ist ein 15 - 40 cm hoher, kahler, stark verzweigter Zwergstrauch, der im Alpenraum bis in einer Höhe von 2500 m vorkommt und auf grünen, kantiggeflügelten Zweigen eiförmige, vorne etwas zugespitzte, kurzgestielte und feingesägte Blätter trägt. Zwischen April und August entwickeln sich aus den Blattachseln grünliche oder rötliche, glockenförmige Blüten. Die daraus entstehenden vielsamigen, 8 - 15 mm großen Früchte sind bläulich bis blauschwarz, meist leicht bereift, äußerst wohlschmeckend und weisen ein blau gefärbtes Fruchtfleisch auf. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden 75 bis 100 neue Sorten kultiviert, sodass heute eine große Vielfalt der vitaminreichen Beeren existiert.

Standort
Die Heidelbeeren mögen einen sonnigen Standort, der aber windgeschützt und nicht zu heiß sein sollte. Der Boden muss unbedingt sauer und nicht zu nährstoffreich sein. Den ph-Wert des Bodens kann man gegebenenfalls durch Zugabe von reichlich Torf absenken. Heidelbeeren eignen sich besonders für die Kübelkultur, da der Säuregehalt der Erde besser kontrolliert werden kann.

Saison
Die Ernte der Kulturheidelbeeren erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa zwölf Wochen, je nach Sorte von Mitte Juli bis Ende August. Nach amerikanischen Untersuchungen liefern die Sträucher in den ersten Jahren Erträge von 1 kg bis 1,5 kg Früchte pro Strauch. Im Vollertrag sollen sie etwa 3 kg bis 5 kg produzieren. Einzelne Sträucher können bis zu 20 kg Beeren liefern.
Bei fast allen Sorten ist ein mehrmaliges Durchpflücken der Sträucher notwendig, da die Beeren zu unterschiedlichen Zeiten reifen. Die Beeren werden vorsichtig, ohne den weißen Reif abzuwischen, gepflückt.

Inhaltsstoffe
Heidelbeeren haben wenig Kalorien, 100 g Beeren enthalten nur 42 Kalorien. Die kleinen tief dunkelblauen Beeren enthalten nicht nur viele Vitamine und Mineralstoffe sondern haben auch gesundheitsfördernde Effekte. Sie enthalten unter anderem: Kupfer, Eisen, Zink, Kalium, Magnesium und Calcium, die B-Vitaminen Pantothensäure, Biotin, Vitamin B6, Folsäure sowie Vitamin A, C und E. Auf Grund des Gehaltes an Vitamin C und Zink tragen die Beeren zur Verbesserung der Wundheilung bei und stärken das Immunsystem.

Gesunde Heidelbeere
Heidelbeeren gehören amerikanischen Studien zufolge zu den Früchten mit der höchsten stressmindernden Wirkung. Dadurch, und durch ihre Fähigkeit schädliche Radikale im menschlichen Körper auszuschalten, stabilisieren sie das Immunsystem, beugen Herzkreislauferkrankungen und Schlaganfällen vor und können sogar das Krebsrisiko mindern.

Vielseitige Früchte - die Blaubeeren
Heidelbeeren, frisch gegessen, wirken leicht abführend. Heidelbeeren können mit etwas Joghurt oder Quark gegessen werden und so hat man ein gesundes und mildes Abführmittel.

Getrocknete Heidelbeeren kann man mit heißem Wasser aufgießen und etwas ziehen lassen. Der gefilterte Tee aus getrockneten Heidelbeeren wirkt gut gegen Durchfall.

Verwendung
Am liebsten werden Heidelbeeren roh verzehrt. Dabei kommt es zu einer rotblauen Verfärbung von Mund und Zähnen, was an den enthaltenen Anthocyanen, wasserlöslichen Pflanzenfarbstoffen, liegt.

Die süßen Beeren lassen sich aber auch für allerlei verschiedene Gerichte verwenden. So kann man aus ihnen Konfitüre, Torten, Pfannkuchen, Heidelbeereis oder Kompott herstellen. Auch für Sorbets, Quarkspeisen, Puddings, Obstsalate und Fruchtkaltschalen eignen sie sich hervorragend. Man kann die Beeren auch mit Honig, Milch, Rahm oder Joghurt verfeinern. Sie schmecken auch sehr gut am Morgen im Frühstücksmüesli.

Lagerung
Bei niedrigen Temperaturen lassen sich ungewaschene Heidelbeeren für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Grundsätzlich sind die Beeren jedoch nicht lange haltbar. Nicht verarbeiten sollte man die Blätter der Heidelbeeren, da diese giftig sind.