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Zimt - ein exotisches Gewürz .....



Zimtsterne, Lebkuchen und Spekulatius, Glühwein und Punsch: Der unverkennbare Geschmack und Duft von Zimt begleiten uns vor allem durch den Winter und die Weihnachtszeit. Zimt ist würzig, herb und etwas süss. Zimt ist nicht nur eines der ältesten Gewürze, sondern wurde bereits im Altertum wegen seiner heilenden Wirkung und zur Einbalsamierung eingesetzt. Etwas Wärmendes haftet ihm an, ein Hauch von Exotik, sogar eine Prise Abenteuer. War es früher ein Zeichen von Exklusivität und Macht, wenn man sich dieses Gewürz leisten konnte, ist Zimt heute für den normalen Geldbeutel erschwinglich.

Die Zimtpflanze
Das, womit wir unser Lebkuchen würzen, ist nichts anderes als Baumrinde. Freilich muss diese auf besondere Art gewonnen werden. Es gibt zwei Arten von Zimtbäumen: der Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum), der auch Caneel genannt wird und vorallem aus Sri Lanka (früher Ceylon) stammt, und der Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia), der ursprünglich in China, heute auch in Vietnam, Indonesien und auf Sumatra angebaut wird. Ceylon-Zimt ist duftiger und süßer, Cassia-Zimt hat eher einen kräftigen, schärferen Geschmack.

Die Gewinnung von Ceylon-Zimt benötigt etwas Arbeit: Da die Rinde nur von den zarten Wurzelschösslingen abgeschält wird, werden die Bäume durch ständiges Abschlagen kurz gehalten und die Wurzelstöcke angeregt, immer neue Ableger zu treiben. Der Cassia-Zimtbaum darf dagegen auswachsen, nach vier Jahren wird erstmalig geerntet. Um an das zarte, nur millimeterdicke Innere der Rinde zu gelangen, werden Borke und Mittelrinde entfernt; die Innenrinde wird geschält, rollt sich dabei von selbst auf und wird getrocknet.

Wissenswertes
Zimt ist seit vielen Jahrhunderten ein begehrtes und kostbares Gut. Vor allem in China und Nordafrika wurde Zimt vielseitig eingesetzt. Ganz besonders wichtig war seine Verwendung als Heilmittel bei Erkältungen und Verdauungsbeschwerden. Man schrieb ihm außerdem eine aphrodisierende Wirkung zu. Nach Europa gelangte er erst spät – vermutlich um 1500 mit europäischen Seefahrern. Aufgrund seines hohen Preises wurde Zimt nur spärlich in der Küche und erst im 18. Jahrhundert häufiger als Gewürz verwendet. Heutzutage ist Zimt aus vielen Speisen nicht wegzudenken. Man findet ihn vor allem in weihnachtlichen Gebäcken, Backwaren, Kompotte, Marmelade, Süssspeisen, süsse Suppen, Bowlen und manche Heissgetränke.

Zimt - Verwendung und Inhaltsstoffe
Zimtrinde dient vor allem als Gewürz, aber auch als Aromastoff und Heilmittel. So kommt sie in Form von Rollen, als Bruch oder Pulver, als Öl oder in Form anderer Extrakte ("Oleoresin") in den Handel, um nicht nur Pfeffernüssen, sondern auch Likör und Magenbitter, Zahnpasta, Kaugummi, Kosmetika und Parfüms beigemischt zu werden.
Sie enthält neben dem geschmacks- und geruchsgebenden ätherischen Öl (0,5-2,5 %) vorallem Zimtaldehyd (65-75 %) und Eugenol (ca. 5 %). Daneben sind in geringen Mengen zahlreiche weitere Stoffe wie Alkohole, Schleimstoffe, Stärke, Gerbstoffe, Methylhydroxy-Chalcone-Polymer (MHCP) und Phenylpropanoide (Safrol, Cumarin) enthalten.

Die Wirkung von Zimt
Dem Zimt werden liebesförderliche Eigenschaften nachgesagt. Salomon besprengte sein Lager mit Myrrhe, Aloe und Zimt, um die Liebesnacht zu würzen. Im persischen Raum wurden Salben mit Zimt und Honig genutzt, um die Lust und Manneskraft zu stärken.

Doch auch in der Volksheilkunde wird Zimt verwendet. Ihm wird eine desinfizierende und krampflösende, durchblutungsfördernde, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt. So wird Zimt traditionell vorallem bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Durchfall eingesetzt, aber auch bei Entzündungen, Rheuma und Kreuzschmerzen, Erkältungskrankheiten und Schmerzen.

Im Ayurveda hat Zimt einen hohen Stellenwert - so wird er sowohl in der Ernährung als auch bei bestimmten Störungen (z.B. Wechseljahresbeschwerden) empfohlen. Auch in der traditionellen Chinesischen Medizin wird Zimt als Heilmittel, z.B. bei innerer Kälte, Anspannung und Kreislaufschwäche, verwendet. Daneben wird Zimt auch in der Aromatherapie vorallem wegen seiner stärkenden, erwärmenden sowie Inspiration und Kreativität anregenden Wirkung eingesetzt.

Zimt hat desinfiszierende Eigenschaften
Aufgrund seiner desinfiszierenden Eigenschaften wird Zimt als Zusatz von Wischwasser und von Einlegesohlen empfohlen. Eugenol, das in den Zimtblättern eine höhere Konzentration aufweist (und nach Gwürznelken riecht) wird in der Zahnmedizin als schmerzstillendes und antibakterielles Mittel verwendet.