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Tofu = Fleisch ohne Knochen


Tofu heisst auf Chinesisch "Fleisch ohne Knochen" ……
die Japaner nennen ihn Tofu:
To = Bohne, fu = gerinnen

Herkunft
Der Legende nach ist Tofu ein Zufallsprodukt. Ein chinesischer Koch soll versehentlich Meersalz in seine heisse Sojamilch geschüttet haben. Die Milch flockte aus und schmeckte dem Koch trotzdem. So wurde aus dem Zufall die Regel. Das älteste, heute noch existierende Dokument, in dem Tofu erwähnt wird, ist das Seiiroku, das aus der Zeit der Sung-Dynastie (960 – 1127 n. Chr.) stammt. Etwa im 8. Jahrhundert gelangte der Tofu vermutlich durch buddhistische Mönche nach Japan. Das erste japanische Tofubuch stammt aus dem Jahr 1782. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges lag in Japan die Herstellung von Tofu in der Hand kleiner Familienbetriebe. Die Massenproduktion von Tofu ist gerade mal 60 Jahre alt. Um 1900 gründeten in Nordamerika lebende Asiaten die ersten amerikanischen Tofureien. Bis der Tofu schliesslich nach Europa kam, vergingen noch einmal 60 Jahre. Vorreiter der Tofuproduktion waren die Niederländer. Zum wahren Gründungs-Boom kam es in Europa in den 80er Jahren.

Wie entsteht Tofu
Das weltweit beliebteste chinesische Sojaprodukt mit dem japanischen Namen Tofu ist nichts anderes als gestockte Sojamilch. Die Herstellung ist vergleichbar mit der Käserei, allerdings ohne Reifeprozess, denn Tofu wird frisch verwendet. In China wird traditionell Calciumsulfat (ein natürlich vorkommendes Mineralsalz) und in Japan ein aus Meerwasser gewonnenes Magnesiumsalz („Nigari“) zum Dicklegen der Sojamilch verwendet. Die Milch gerinnt und trennt sich in Molke und Bruch. Der Sojabruch wird in perforierte Formen gefüllt und gepresst bis aus ihm ein zusammenhängender Block geworden ist. Tofu ist ein Kühlprodukt, das vakuumiert und pasteurisiert verkauft wird.

Wertvolle Inhaltsstoffe
Rezepte mit Tofu können sehr vielseitig in der vegetarischen Küche verwendet werden. Tofu gilt als Fleischersatz. Zu allen Gerichten, zu denen man "normalerweise" Fleisch verwendet, kann auch Tofu zubereitet werden. Auch Fleischliebhaber sollten das durchaus sehr gesunde Sojaprodukt ausprobieren, denn es bietet eine Menge wertvoller Inhaltsstoffe.
Tofu enthält neben Eiweiß (15,7 g pro 100 g Tofu), wenig Fett und Kohlenhydrate, sehr viel Eisen, Magnesium, Kalium, Nikotinsäure, Kupfer, Kalzium, Zink und Phosphor sowie etwas Folsäure, Vitamin B1, B2 und B6. Es liefert wertvolles Eiweiss: Eine halbe Tasse Sojabohnen enthält etwa soviel Eiweiss wie ein 150 g Steak. Soja enthält die 8 essentiellen Aminosäuren, die der Körper für eine gesunde Ernährung braucht. Somit hat Tofu eine höhere biologische Wertigkeit als bei Fleisch, Fisch und Milch vorliegt. Sojaerzeugnisse sind daher eine gesunde Alternative zu Fleisch. Sie enthalten kaum schwerverdauliche, gesättigte Fettsäuren und wirken – im Gegensatz zu Fleisch – im Magen basisch und nicht säurebildend. Die meisten Sojaprodukte sind reich an krebshemmenden sekundären Pflanzenstoffen. Auch gegen Diabetes und Rheuma sollen sie helfen.

Soja-Vorteile auf einen Blick
- Hochwertiges, pflanzliches Eiweiss
- Hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure, Linolensäure)
- Cholesterinfrei
- Glutenfrei
- Kalium- und Magnesiumreich
- Ballaststoffreich

Gesundheit
Tofu ist reich an Kalzium, das wichtig für gesunde Knochen ist. Er ist leicht verdaulich, nicht säurebildend. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren des enthaltenen Sojaöls sind wichtig für die Zellatmung und Zellregeneration. Sie unterstützen entzündungshemmende Gewebshormone und ein starkes Immunsystem.
Tofu enthält wertvolle Isoflavone, die die unangenehmen hormonellen Schwankungen während der Wechseljahre mildern können. Um solche hormonelle Effekte zu erzielen, sollten täglich 100 g Tofu oder 30 – 40 g Sojabohnen oder fünf Esslöffel Sojaflocken verzehrt werden.
Im Gegensatz zu fetter Wurst oder Käse weist Tofu kein Cholesterin auf. Er verhindert nicht nur, dass Blutfett sich an den Gefässwänden festsetzt, sondern trägt auch dazu bei, dass vorhandene Ablagerungen abgebaut werden. Dadurch wird das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen drastisch heruntergesetzt.

Zubereitung
Tofu ist leicht und bekömmlich und kann auf verschiedene Arten zubereitet werden. Ob Gedämpft, gegrillt, gekocht oder gebraten lässt sich Tofu zu Schnitzel, Burgern, Klößen, zusammen mit Gemüse im Wok gedünstet, oder als Pastafüllung verarbeiten. Der Kochphantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der neutrale Geschmack kann mit vielen verschiedenen Gewürzen kombiniert werden. Egal ob mediterrane Kräuter, Ingwer, Curry, Chili, Zwiebeln oder Knoblauch - Tofu kann auf alle erdenklichen Arten gewürzt werden.

Lagerung und Haltbarkeit
Man unterscheidet zwischen geräuchertem Tofu (“Räuchertofu”) und naturbelassenem Tofu.
Der geräucherte Tofu kann 4 – 5 Tage nach Öffnen der Packung im Kühlschrank liegen gelassen werden (eingeschlagen in das Plastik der Verpackung). Die Konsistenz bleibt gut.
Anders ist es bei dem naturbelassenen, weißen Tofu. Dieser würde, wenn man ihn offen liegen lässt, schnell bröselig, angetrocknet und unappetitlich. Aber auch dieser kann nach Anbruch der Packung im Kühlschrank aufbewahrt werden. Allerdings muss man den Tofu in eine Schüssel mit Salzwasser einlegen, etwas Frischhaltefolie darüber, somit ist er eine Woche haltbar.

Aufgepasst
In den Supermärkten können viele verschiedene Fertigprodukte auf der Basis von Soja gekauft werden wie Seitan, Cornatur, Quorn oder Délicorn. Diese Produkte können einfach zubereitet werden und sind bereits pfannenfertig. Jedoch sind sie sehr fett- und kalorienreich. Daher empfiehlt es sich naturbelassener Tofu einzukaufen und ihn selber zuzubereiten, z.B. im Wok mit Gemüse gedünstet oder in etwas Rapsöl gebraten. Dies hat bedeutend weniger Kalorien und ist gesünder als frittierte Fertigprodukte.