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Johannisbeeren - eine Vitamin C Bombe


Geschichte und Herkunft
Die aus Mittel- und Osteuropa stammende Johannisbeere wird erst seit Ende des 15. Jahrhunderts kultiviert und heute in allen gemäßigten Regionen der Erde angebaut.

Wissenswertes
Die Johannisbeere zählt zu den Stachelbeergewächsen. Sie wächst auf ein bis zwei Meter hohen Sträuchern und die Beeren schmecken leicht säuerlich. Die Johannisbeere unterscheidet sich in drei Hauptsorten: rote Johannisbeere, schwarze Johannisbeere und weisse Johannisbeere. Den Namen Johannisbeere hat sie vermutlich deshalb, weil sie um den Johannistag (24. Juni) reif ist. Die Johannisbeere blüht in kleinen weisslichen Blüten die als Rispen angelegt sind. Aus jeder Blüte entwickelt sich ein Beere, die dann als Traube am Zweig hängt. Im professionellen Anbau ist man dazu übergegangen, die roten und weissen Johannisbeeren nicht mehr als einzelne Sträucher, sondern als Hecke oder Spindel anzupflanzen, das eignet sich viel besser für die maschinelle Ernte. Anders bei der schwarzen Johannisbeere: sie wächst nur als Busch.

Die roten Johannisbeeren enthalten nicht so viel Vitamin A, C und B wie die schwarzen. Auch der Mineralstoffgehalt ist geringer. Da sie aber häufiger roh gegessen werden als die dunkle Sorte, hebt sich das wieder auf. Rote Johannisbeeren gelten als nervenberuhigend. Sie verbessern die Laune und stärken das Immunsystem.

Die Beeren sollte man an dem Tag verarbeiten, an dem sie gepflückt wurden. Sie lassen sich maximal ein Jahr lang einfrieren. Bei der Saftherstellung können die Rispen mitgekocht werden. Sonst kann man die Beeren, am Stielansatz beginnend, prima mit einer Gabel abstreifen.

Die schwarze Johannisbeere
Schwarze Johannisbeeren - sie stammen ursprünglich aus Nordasien - werden wegen ihres herben, bitteren Geschmacks selten frisch gegessen.

Dabei zählen sie zu den wertvollsten und gesündesten Obstsorten. Sie besitzen neben viel Vitamin C auch Mineralstoffe wie Mangan. Das unterstützt die Herzfunktion und erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Der Saft hilft bei Heiserkeit.

Die schwarzen Beeren sind schlechter haltbar als rote. Sie lassen sich aber gut bis zu einem Jahr lang einfrieren. Außerdem kann man sie zu Saft, Likör, Wein, Marmelade oder Gelee verarbeiten. Cassis, so der französische Name, ist als Saft Bestandteil des berühmten Sekt-Cocktails Kir Royal.

Die weisse Johannisbeere
Weisse Johannisbeeren werden auch Champagnerbeeren genannt, weil beider Geschmack so ähnlich ist. Bisher werden weisse Johannisbeeren allerdings nur selten angebaut - doch das könnte sich ändern, weil sie so lecker sind.

Wegen ihrer Inhaltsstoffe sind weisse Johannisbeeren nicht ganz so wertvoll wie die schwarzen Johannisbeeren. Sie gelten aber als nervenberuhigend und stimmungshebend. Die weissen Beeren sind weich, daher können sie nur bedingt eingefroren werden. Aber sie eignen sich wegen ihres speziellen Geschmacks gut für die Wein- und Süßmostherstellung.

Inhaltsstoffe
Johannisbeeren enthalten sehr viel Vitamin C, welche die körperlichen Abwehrkräfte steigern. Ausserdem enthalten sie Zitronensäure, Kalium, Pektine und Gerbstoffe. 100 Gramm der roten Sorte enthalten beispielsweise 32 mg vom Vitamin C, mehr als 4 Zitronen. Die schwarzen Beeren enthalten sogar bis zu 189 mg Vitamin C.

Der reiche Gehalt an Pektinen (Ballaststoffe) hilft bei Verdauungsstörungen. Johannisbeeren sättigen schneller und neutralisieren den Insulinspiegel.

Johannisbeeren enthalten recht wenig Kalorien:
100 g rote Johannisbeeren 40 Kalorien
100 g schwarze Johannisbeeren 50 Kalorien

Auch die Kerne der Johannisbeeren enthalten gesund Stoffe – in Form des Kernöls, welches Gamma-Linolensäure enthält und gut für die Haut sein soll, besonders bei Neurodermitis.

Saison
Die Johannisbeere erblüht von April bis Juni. Man kann die Blätter von Juni bis August sammeln, die Früchte von Juli bis August.

Verwertung
Johannisbeeren kann man roh essen. Mit Zucker vermischt und mit Milch oder Sahne sind die säuerlichen Beeren ein Genuss. Aus Johannisbeeren macht man Saft, Gelee, Grütze, Konfiture, Sirup oder man nimmt sie als Kuchenbelag.

In der Naturheilkunde setzt man die getrockneten Blätter als Tee ein. Ein solcher Tee hilft gegen rheumatische Beschwerden, Durchfall und ist stoffwechselanregend.