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An apple a day keeps the doctor away ....

(Ein Apfel am Tag macht gesund und hält den Doktor fern)

Geschichte
Den grossflächigen Apfelanbau, so wie wir ihn heute kennen, haben die Römer eingeführt, denn sie beherrschten die Kunst des Pfropfens, eine Veredelungsmethode. Die Römer kannten nur 22 Apfelsorten, während es heute Tausende gibt. Ursprünglich stammt der Apfel aus Asien, wahrscheinlich dem Kaukasus und Himalaya. Seit dem 6. Jahrhundert hat man Äpfel in Mitteleuropa bewusst angebaut; seit dem 16. Jahrhundert wurde der Apfel dann auch zu einem Wirtschaftsgut und im 19. Jahrhundert begann die gezielte Züchtung.

Äpfel haben einen hohen Nährwert
…. An apple a day keeps the doctor away … (Ein Apfel am Tag macht gesund und hält den Doktor fern). Tatsächlich steckt viel Nährwert in der Frucht mit dem irreführenden lateinischen Namen "Malus", zu deutsch Übel, Leid und Unheil. Der Apfel enthält über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente, zu erwähnen ist vor allem Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert und Eisen. Auf Grund der vielen, verschiedenen Fruchtsäuren gilt er als so genannte Zahnbürste der Natur. Was der Apfel besonders gut kann - er reguliert die Darmtätigkeit. Er enthält auch wichtige Vitamine wie:

- Provitamin A
- die Vitamine B1, B2, B6, E und C
- Niacin und Folsäure

Ein wichtiger Inhaltsstoff ist das Pektin, das den Cholesterinspiegel senkt, Schadstoffe bindet und wieder ausschwemmt. Wissenschaftliche Untersuchungen geben außerdem Hinweise, dass Apfelesser seltener an Bronchial- und Lungenkrankheiten leiden. Das wird auf die sekundären Pflanzenstoffe im Apfel, die so genannten Katechine, zurückgeführt. Die in der Frucht enthaltenen Flavonoide und Carotinoide scheinen das Krebsrisiko zu mindern und haben eine antioxidative Wirkung im Organismus.

Inhaltsstoffe
Ein Apfel enthält im Durchschnitt pro 100 g/59 Kalorien sowie:
Wasser 84,6 g
Proteine 0,2 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate 13,4 g
Fasern 1 g

Mineralien:
Kalzium 10 mg
Phophor 14 mg
Eisen 1 mg

Ferner bis 12% Zucker, Pentosan, Pektin, bis 1,5% organische Säuren (hauptsächlich Apfel- und Zitronensäure), viele wertvolle Mineralsalze und Spurenelemente.
Die Samen enthalten Amygdalin und das genießbare Öl Amylvalerate.

Vitamine sitzen in der Schale
Bis zu 70 Prozent der Vitamine sitzen in der Apfelschale oder direkt darunter. Wer Äpfel schält, schält also auch die Vitamine ab. Die Schale ist zudem reich an Eisen, Magnesium, ungesättigten Fetten und bioaktiven Substanzen. Zwischen 5 und 35 Milligramm Vitamin C - je nach Sorte - stecken in der Schale. Und sogar das Kerngehäuse ist noch wertvoll: Es enthält Jod.

Wichtig für Apfelbaumbesitzer
Früchte, die in der Sonne hängen, enthalten deutlich mehr Vitamine als solche, die im Schatten wachsen. Dank der reichlichen Vitamine im Apfel, kann sich dieser auch als Teil einer Diät eignen.

Äpfel: Stark gespritztes Obst
Pilzkrankheiten wie der Apfelschorf oder der Apfelmehltau und Parasiten wie der Apfelwickler greifen vorallem die Sorten: Braeburn, Gala, Golden Delicoius, Jonagold und Granny Smith an. Für einen gesicherten Ertrag bleibt den Obstbauern oft nur der Griff zu chemischen Mitteln. Durch einfaches Abwaschen mit Wasser und Abreiben mit einem Handtuch lassen sich sowohl Grossteile der Ablagerungen von Umweltschadstoffen aus der Luft als auch Rückstände aus der Schädlings- und Krankheitsbekämpfung mühelos beseitigen. Wer ganz sicher sein will sollte sich für Äpfel aus biologischem Anbau entscheiden. Im ökologischen Anbau ist die Anwendung von synthetischen Pestiziden verboten. Pilzkrankheiten dürfen jedoch mit Kupfer- und Schwefelpräparaten bekämpft werden. Nützlinge oder Lockstoffe ersetzen die Bekämpfung von schädlichen Insekten durch Insektizide.

Der Apfel ist ein altes Hausmittel
Der Apfel ist das Hausmittel bei Durchfall, wenn man einen rohen, mit der Schale geriebenen Apfel isst. Apfelessig lindert Hals- und Rachenentzündungen, wenn man 1 Glas heißes Wasser, 1 Esslöffel Honig und 1 Teelöffel Apfelessig schluckweise trinkt. Oder man isst einen gebratenen Apfel mit Honig - hilft bei Heiserkeit. Ein Apfel vor dem Schlafengehen verhindert Schlafstörungen, ein Apfel am Morgen hilft beim Wachwerden. Schwangerschaftsübelkeit am Morgen wird durch das Essen eines Apfels vor dem Aufstehen vermieden.Wer nervös ist, sollte sich Apfeltee zubereiten: Ein ungeschälter Apfel in Scheiben geschnitten, mit einem Liter kochendem Wasser übergossen und zwei Stunden ziehen lassen, ergibt einen Apfelfruchttee.
Für eine reine und zarte Haut sollte man die Apfelmaske versuchen: Ein geschälter Apfel wird gerieben und mit etwas Honig verrührt, die Mischung bis zu 20 Minuten einwirken lassen und vorsichtig abwaschen.
Der Apfel reinigt die Zähne: Der Apfel hat mit seinen Fruchtsäuren und Ballaststoffen einen stark reinigenden Effekt für die Zähne und funktioniert daher für die Zahnreinigung zwischendurch ebenso gut wie ein Kaugummi.

Verwendung
Äpfel lassen sich vielfältig verwenden. Am liebsten isst man sie frisch und roh. Sie können aber auch für zahlreiche Gerichte benutzt werden. Dazu gehören z.B. Bratäpfel, Apfelmus, Apfeltorte, Apfelpfannkuchen, Apfelauflauf, Apfelsalat, Apfelmarmelade sowie Apfelwein.

Tipps zur Lagerung
Bei der Lagerung von Äpfeln ist zu beachten, dass diese gekühlt werden müssen. Im Kühlschrank oder in der Wohnung lassen sie sich mindestens eine Woche lagern.

Lagerung im Keller
Ideal ist ein gut belüfteter Keller mit einer Temperatur von 3 bis 8 °C und einer Luftfeuchtigkeit um 90 %. Zur Kellerlagerung sind Harassengestelle mit herausziehbaren Schubladen empfehlenswert.

Lagerung in Boxen aus Styropor (mit Luftlöchern)
In Styroporboxen können Äpfel auch auf dem Estrich oder auf dem Balkon aufbewahrt werden. Vor Sonne und Regen schützen und bei längeren Frostperioden mit Tüchern zudecken. Im Herbst sind Äpfel in günstigen 6 und 10 kg-Kartonboxen erhältlich. Auch darin lassen sie sich gekühlt gut aufbewahren.