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Bohnen sind Hülsenfrüchte


Herkunft
Alle Bohnen mit Ausnahme der Puffbohne - deren Heimat vermutlich im Orient zu suchen ist - stammen ursprünglich aus Zentral- und Südamerika. Dort spielten sie schon vor Jahrhunderten eine wichtige Rolle als Grundnahrungsmittel. Sie gehören zur Familie der Leguminosen (Hülsenfrüchtler), namensgebend ist die sie umgebende Hülse mitsamt den eingeschlossenen Samen. In den Tropen (vor allem in Mittel- und Südamerika) spielen Gartenbohnen aufgrund ihres hohen Proteingehaltes eine elementare Rolle für die Grundversorgung der Bevölkerung, da Maniok und Kochbananen nur einen geringen Eiweißgehalt aufweisen. Nach Europa kamen die Buschbohnen erstmals im 16. Jahrhundert mit den rückkehrenden spanischen Eroberern und fanden rasche Verbreitung. Von den etwa 100 Bohnensorten, die heute weltweit bekannt sind, werden in Mitteleuropa vor allem Busch-, Stangen-, Feuer- und Puffbohnen angebaut.

Saison
Haupterntezeit für Bohnen ist etwa von Mitte/Ende Juni bis September. Je nach Sorte und Witterung kann sich dieser Zeitraum jedoch um mehrere Wochen verschieben.

Inhaltsstoffe
Frische Bohnen sind ein sehr gesundes Gemüse. Sie enthalten die Vitamine A, B und C in großen Mengen, daneben Eisen, Kalium, Eiweiß, Kohlenhydrate und sehr viel Magnesium.
Wie alle Hülsenfrüchte sind auch Bohnen sehr ballaststoffreich: 100 g Bohnen (getrocknet) liefern 15,2 g Ballaststoffe, mehr als die Hälfte der empfohlenen Tagesmenge für einen Erwachsenen (25 g). Ballaststoffe beugen einer Verstopfung vor und senken den Cholesterinspiegel im Blut. Eisen: 100 g getrocknete Bohnen liefern mehr als 10 mg Eisen, was der empfohlenen Tagesmenge eines Erwachsenen entspricht. Daher gehören Bohnen zu den besten Eisenquellen. Da es sich um nicht hämoglobin-gebundenes Eisen handelt, sollte man einige Tropfen Zitronensaft in das Gericht geben, um die Absorption des Eisens (durch das Vitamin C) zu steigern.
Bohnen sollen harntreibend wirken und gut sein gegen Fettsucht und Darmträgheit. Ausserdem weisen die Samen der Gartenbohne einen hohen Proteingehalt (Eiweissgehalt) auf und enthalten eine Reihe von essentiellen Aminosäuren. Das enthaltene Protein (Eiweiss) deckt aber nicht alle essentiellen Aminosäuren ab.
Bohnen sind sehr reich an löslichen Fasern, die im Verdauungstrakt aktiv werden und die Gallenflüssigkeit, die Cholesterin beinhaltet, bindet. Die Bohnen fördern die Ausscheidung, was zu einem Absenken des Cholesterinspiegels führt. Untersuchungen haben ergeben, dass man mit täglicher Bohnenkost binnen weniger Wochen den Cholesterinspiegel deutlich senken könnte. Der Verzehr von Bohnen sorgt des Weiteren für  Stabilität des Blutzuckerspiegels, da Bohnen komplexe Kohlenhydrate enthalten, die nicht auf einmal, sondern etappenweise verdaut werden. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel stabil gehalten, was gerade für Diabetiker einen großen Vorteil bietet. Bohnen enthalten zudem viele Verbindungen wie Lignane oder Isoflavone, die antioxidativ wirken und somit die Bildung von Krebszellen hemmen. Alles in allem sind Bohnen ein nahrhaftes und energiereiches Nahrungsmittel. Eine optimale Qualität des Eiweißes erreicht man, wenn man Bohnen mit Getreide, Kartoffeln oder anderen Lebensmitteln kombiniert.

Wissenswertes
Der Verzehr von Bohnen kann zu einer stark vermehrten Gasbildung im Dickdarm und dadurch zu Blähungen führen. Der Grund hierfür ist, dass bestimmte in Bohnen enthaltene Dreifachzucker, wie zum Beispiel Raffinose, nicht vom Menschen verdaut werden können, von Darmbakterien aber sehr wohl, allerdings nur  unter Absonderung von Faulgasen. Dies führt zu Blähungen. Eine Möglichkeit, dieser Nebenwirkung vorzubeugen, ist, die Bohnen vor der Zubereitung zu wässern, um die fraglichen Zucker auszuwaschen. Dabei gehen aber auch Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine verloren. Die andere Möglichkeit besteht in der Einnahme des Enzyms, das die Raffinose in Saccharose und Galaktose spaltet. Die Zugabe von Gewürzen wie Ingwer, Fenchel, Anis, Koriander, Kreuzkümmel, Kümmel oder Bohnenkraut führt nicht zu einer Verringerung der Menge an produziertem Gas, wirken aber entspannend auf die Darmmuskulatur, was die Blähungen für manche Erwachsene und insbesondere Kleinkinder weniger unangenehm macht.

Was man wissen sollte
Bohnen dürfen nicht roh gegessen werden. Sie enthalten das giftige Phasin, das Magenschmerzen und Entzündungen hervorrufen kann. Bohnen müssen also, auch für die Verwendung in Salaten, unbedingt ca. 10 Minuten gekocht werden.  
Bohnen aufbewahren und vorbereiten
Bohnen lassen sich nicht lange frisch halten. Im Kühlschrank kann man sie höchstens 2 Tage aufbewahren.

Bohnen bereiten Sie folgendermaßen vor: Stielansatz und Spitzen wegschneiden und evtl. Fäden abziehen. Anschließend waschen und je nach Rezept weiter verwenden.

Bohnen einfrieren
Bohnen eignen sich hervorragend zum Einfrieren. Dazu müssen sie vorher geputzt, gewaschen und ca. 3 Minuten blanchiert werden. Dann abkühlen lassen und portionsweise einfrieren. Tiefgefrorene Bohnen können Sie etwa 10-12 Monate aufbewahren.

Passende Kräuter und Gewürze zu Bohnen:
Bohnenkraut, Basilikum, Majoran, Salbei, Thymian