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Gesund von Knolle bis Blatt, der Kohlrabi ....


Botanische Merkmale
Der Kohlrabi gehört zur Familie der Kreuzblüter (bot.: Cruciferae, Brassicaceae), ist also – wie der Name schon nahe legt – mit anderen Kohlarten verwandt. Allerdings bildet Kohlrabi sich nicht – wie bei Kohl üblich – aus den Blättern oder der Blüte, sondern als oberirdische Knolle aus der Sprossachse. Als sogenannte Sprossknolle zählt der Kohlrabi somit zum Stängel- oder Stielgemüse.
Man kann Kohlrabi grundsätzlich in weiße Sorten mit hellgrüner Außenhaut und blaue Sorten mit einer violetten bis dunkelroten Schale (Farbstoff: Anthocyane) unterteilen. Außerdem gibt es verschiedene Sorten je nach Art (Freiland oder Gewächshaus) und Zeitpunkt (Frühjahr, Sommer oder Herbst) des Anbaus.
Das Fruchtfleisch ist bei allen Sorten grünlich hell und unterscheidet sich auch geschmacklich nicht voneinander. Der leicht süssliche und nussige Geschmack des knackigen Fleisches erinnert etwas an Rettich. Hierbei sind die feinwürzigen Senfölglykoside geschmacksgebend. Stiele und Blätter schmecken kohlähnlich.
Ausschlaggebend für den Geschmack ist die Anbaumethode. Der unter Glas oder Folie angebaute Kohlrabi schmeckt etwas milder und besitzt zarteres Fleisch, während die größeren Knollen aus dem Freilandanbau kräftiger und würziger im Geschmack sind.

Gesund von Knolle bis Blatt
Der Kohlrabi ist energiearm (24 kcal/100 g), reich an B-Vitaminen, Vitamin C, Folsäure, Kalium, Magnesium, Kupfer, Selen sowie Senfölglykoside (ätherische Öle) die ihre besonderen, gesundheitsfördernden Wirkungen entfalten. Als sekundäre Pflanzenstoffe schützen sie vor Entzündungen, Infekten und wirken gegen freie Radikale. Der hohe Ballaststoffgehalt trägt zur Förderung der Verdauung und guten Sättigung bei. Die Blätter enthalten übrigens noch mehr Nährstoffe als die Knolle. Insbesondere wegen der antioxidativ wirkenden Carotinoide sollten sie – wenn sie ganz frisch sind – mitgegessen werden.
 
Einkauf und Lagerung
Kohlrabis sind von Frühjahr bis Herbst aus heimischem Anbau verfügbar. Frische Kohlrabi erkennt man an einem gesunden, grünen und knackigen Laub. Weiterhin sollte die Aussenhaut der Knollen unbeschädigt und glatt sein. Sehr grosse Knollen neigen dazu holzig zu sein, daher sind kleinere Knollen zu bevorzugen. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann Kohlrabi ca. 1 Woche gelagert werden. Wer sie länger lagern möchte, sollte sie unbedingt in ein feuchtes Tuch einwickeln. Bei allzu langer Lagerung wird Kohlrabi allerdings holzig. Die Blätter sollten vor der Lagerung entfernt werden. Wer die Blätter gerne mitessen möchte, kann sie getrennt in einem Plastikbeutel aufbewahren. Allerdings halten sie maximal 2 Tage im Kühlschrank.
 
Zubereitungstipps
Kohlrabi ist sehr leicht und schnell zuzubereiten. Nach dem Waschen reicht es die Knolle dünn abzuschälen. Bei jungen Knollen ist es auch möglich nur den Wurzelansatz abzuschneiden. Große Knollen sollten besonders aufmerksam auf holzige Stellen hin überprüft werden. Für einen ungetrübten Genuss sollten diese grosszügig entfernt werden.
Eine besonders schonende Art der Zubereitung ist das Dämpfen, weil die wertvollen Nährstoffe der Kohlrabi so am besten erhalten bleiben. Grundsätzlich eignen sich die aromatischen Knollen aber auch für alle anderen Garmethoden wie Kochen, Braten, Dünsten oder Backen.
 
Ein Genuss in vielen Variationen
Kohlrabis sind ein wirklich vielseitiges Gemüse und finden sowohl in Suppen und Eintöpfen Verwendung, als auch in Aufläufen, Füllungen  oder als Beilage. Sie schmecken auch roh, mit einem Dip genossen oder in Salaten. Die frischen Blätter eignen sich im Ganzen oder klein geschnitten als hübsche und essbare Dekoration.